Mittelschule Zellerau

Die Geschichte unserer Schule

Gründung

"Edle Schönheit, die sich mit einer vollendeten, bis ins kleinste gehende Zweckmäßigkeit vereint", so staunte man am 22. September 1909 bei der feierlichen Einweihung der Zellerauer Schule. Eine Knabenschule und eine Mädchenschule mit insgesamt 18 Schulsälen war aus der Taufe gehoben, die Zellerauer Schüler mussten nicht mehr in die "Fachwerkbaracken im Mainviertel" gehen, um fürs Leben gerüstet zu werden. Fortschrittlich gab man sich: "interkonfessionell" wurde unterrichtet, also keine Trennung nach der Religionszugehörigkeit wie in den sogenannten Bekenntnisschulen der späten 60er Jahre. Ja, es gab sogar eine "Badeanlage mit 22 Badezellen und zwei öffentlichen Bassins, in denen insgesamt 40 Kinder zugleich ein Fußbad nehmen konnten". Aber der frohe Anfang währte nicht lange. "Polizeimannschaften unter Begleitung militärischer Hornisten" bliesen schon fünf Jahre später den Zapfenstreich der "Herrlichen Zeiten". Der 1.Weltkrieg war ausgebrochen, die Schulsäle wurden geräumt, Stroh angefahren, Kochkessel geliefert, die Schule zum Mannschaftquartier umfunktioniert, später zum Reservelazerett. Manch einer blieb für "Kaiser, Volk und Vaterland auf dem Felde der Ehre".

1918

Eine neue Generation mit einem schweren Start, mit Inflation, Weltwirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und dann dem Ende der von vielen ungeliebten Weimarer Republik. (1) Volksschule Zellerau, Geburtsjahrgang 1921/22, Aufgenommen 1929, Lehrerin Frau Romstöck (2) Das offene Klassenzimmer 1931

1933

1933 wieder ein Umbruch, ein neuer Anfang, der den Nazis zufolge tausend Jahre dauern sollte und nach zwölf Jahren Deutschland und Europa in ein Trümmerfeld verwandelt hatte. Und die Schule? Sie diente teilweise ausgebombten Kleinbetrieben, die "kriegswichtig" waren, als Standort und erlebte 1944/45 Bombenangriffe, die schwere Dach- und Innenschäden verursachten.

1945

Wieder Neuanfang und schwerer Start. Aber dann: Wiederaufbau und Wirtschaftswunder und der Glaube an eine bessere Zukunft machten zu Beginn der 50er Jahre die Zellerau zum am stärksten besiedelten und kinderreichsten Stadtteil. Die Folge war, dass Keller- und Dachräume als Schulsäle herhalten mussten und Schichtunterricht notwendig wurde. Sechs neue Schulsäle wurden angebaut, der "Neubau" entstand.

1960

…siegte in jenen von der Machbarkeit durch die Technik geprägten Jahren das Nutzdenken vor ästhetischen Erwägungen. Für eine dringend benötigte zweite Turnhalle wurde das malerische und schön abgesetzte Dach der alten Turnhalle mit seinen kecken Türmchen und den anmutigen Dachgauben geopfert. Gab es bis 1969 eine katholische Bekenntnisschule für Knaben, eine katholische Bekenntnisschule für Mädchen, eine evangelische Bekenntnisschule und eine vierklassige Gemeinschaftsschule, so begann mit dem Schuljahr 1969/70 die Teilung in Grund- und Hauptschule. In der Hauptschule wurden Leistungskurse und Wahlpflichtfächer eingeführt, für die aber die entsprechenden Fach- und Gruppenräume fehlten. Also musste 1970/71 der Neubau erweitert werden: Physiksaal, Werkraum, Schreibmaschinensaal, Bücherei, Lehrerzimmer und - endlich - eine Schulküche. Die Namen zeigen es auf: Die Hauptschule wollte Profil gewinnen. Und wenn man aus heutiger Sicht den Mediensaal und den Computerraum hinzufügt, dann wird klar, die Hauptschule hat an Profil gewonnen.

1970

Mit Beginn des Schuljahres 1977/78 wurde die Hauptschule der Adalbert-Stifter-Volksschule aufgelöst und der Zellerauer Schule angegliedert. Die Schule wurde damit einzige Hauptschule für die Zellerau und das Mainviertel. Über 600 Schüler in 19 Klassen damals, 242 Schüler in 11 Klassen heute: "Pillenknick" und "Geburtenrückgang" machten sich bemerkbar. Die Raumnot wurde so behoben, die Klassen kleiner, die Probleme des Erziehens und Unterrichtens in Grund- und Hauptschule nicht. 1979 wurde der Altbau renoviert und saniert. Als auf dem Schulturm die Weltkugel - Symbol für die Offenheit der Schule - aufgesetzt war, hatte der Altbau sein heutiges Gesicht und die große Schuluhr zeigte wieder die Stunden an.

1990

Im Juli 1994 feierte die Zellerauer Schule ihren 85. Geburtstag. In den fünf Jahren seit dem letzten Jubiläum hatte sich einiges verändert. Das Computer-Zeitalter begann im Frühjahr 1989 mit der Einrichtung eines Informatikraums mit sechs PC's und zwei Druckern. Im gleichen Schuljahr wurde die Heizungsanlage erneuert, die Schulküche aus den dunklen Kellerräumen ins Erdgeschoss verlegt, die Fachräume für Werken und Textilarbeit neu gestaltet und die Turnhalle von Grund auf saniert. Dort gibt es nun endlich neue Duschen, WC-Anlagen und Umkleiden. Mit Hilfe des Verschönerungsvereins wurde der Pausenhof saniert und begrünt, durch die Fachhochschule für Grafik und Design verwandelte sich ein kahler Schulflur in ein Kunstwerk. Zur Tradition wurde in dieser Zeit die Beteiligung am Adventsmarkt des Stadtteils. Neben einem Stand mit Kunstgewerblichem zeigte die Hauptschule mit ihrem Chor und mit Instrumentalgruppen Flagge. Ihr eigenständiges Profil demonstrierte die Hauptschule in den fünf Jahren bis zum Jubiläumsfest 1999 durch vielfältige Projekte und Aktionen. Das Aussehen der Schule veränderte sich in den Sommerferien 1995 durch die Neugestaltung des Eingangsbereichs, bei der Künstler Rolf Hoppman und seine Assistentin, Frau Werner und Frau Bonengel vom Elternbeirat und Rektor Oskar Vogel den Pinsel schwangen. Beim folgenden Eingangsfest bekam die Hauptschule endlich eine eigene Adresse. Oberbürgermeister Weber überreichte unter donnerndem Applaus das neue Hausschild: Adelgundenweg 4. Eindrucksvolle Spuren im Schulhaus hinterließ auch das Traumschule-Projekt: Die Künstlerin Ursula Lohrey ließ sich durch die Träume unserer Schüler zu wunderschönen Bildern inspirieren, mit denen 1999 der untere Flur gestaltet wurde.

2000

Zwischen 1999 und 2009 wurden in Würzburg einige Hauptschulen aufgelöst. Die Gründe waren die zurückgehenden Schülerzahlen, geburtenschwache Jahrgänge, das geänderte Übertrittsverhalten und die Einführung der sechsstufigen Realschule. 2009 wurde der 100. Geburtstag der Schule mit einem großen Schulfest gefeiert, bei dem die Schülerinnen und Schüler in unterhaltsamer Weise viele Szenen der deutschen Geschichte in Verbindung mit der Geschichte des Schulhauses darstellten. Im Schuljahr 2007/2008 überlegten Schülerinnen und Schüler einer 8. Klasse, wie der Pausenhof am Adelgundenweg für größere Schüler attraktiver gestaltet werden könne. Gerade zu dieser Zeit wurde im Rahmen des Projekts "Soziale Stadt" in der Zellerau ein Quartiersmanagement eingerichtet. Mit Hilfe des damaligen Vorsitzenden des Elternbeirats, Schülern, Lehrern und weiteren Zellerauer Bürgern gelang es, die Umgestaltung des Pausehofs in das Förderprogramm zu bringen.

2010

So konnte im Frühjahr 2010 ein Teilbereich des neu gestalteten Pausen- und Spielhofs durch den Oberbürgermeister seiner Bestimmung übergeben werden. In den vergangenen Jahren wurde ein Schwerpunkt der Arbeit an der Hauptschule die Berufsorientierung. In der Kompetenzwerkstatt kommen die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufen in den Genuss der sogenannten vertieften Berufsorientierung mit mehreren Praktika, mit Hilfestellungen bei der Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche. Dies leistet neben den Lehrkräften auch eine eigens für diese Arbeit angestellte Sozialpädagogin. In diesem Zusammenhang ist die Schule auch der HWK-Service GmbH sehr dankbar. Seit 2011 bildet die Hauptschule Zellerau mit der Hauptschule Heuchelhof einen Schulverbund und darf sich seit 2011 "Mittelschule Zellerau" nennen. Multikulti Sehr viele Schülerinnen und Schüler haben Migrationshintergrund. Über 15 verschiedene Staaten sind die Heimatländer ihrer Familien. Trotzdem sind wir stolz, dass Deutsch die Verständigungssprache in der Schule, auch auf dem Pausenhof ist. Rassismus oder Ausländerfeindlichkeit hat bei uns keine Chance.

Adresse

Mittelschule Würzburg Zellerau
Adelgundenweg 4
97082 Würzburg
Tel: (09 31) 2 05 82-0
Fax: (09 31) 2 05 82-18
http://www.mittelschule-zellerau.de
sekretariat@mittelschule-zellerau.de

Projekt Homepage

Diese Website ist eine Schülerarbeit. Sie ist noch nicht fertig. In der Projektgruppe "Homepage" erstellen Schülerinnen und Schüler zur Zeit selbstständig in html und css die Website der Mittelschule Zellerau. Die hier gezeigte Seite ist ein Zwischenergebnis.